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Fagott


Geschichtlicher Hintergrund

Das Fagott (ital. Fagotto = Bündel) wurde im 17. Jh. aus dem Bass-Pommer und Kortholt der Renaissance-Zeit entwickelt und hat sich schnell einen Platz im Musikleben als Bassinstrument der Holzbläser erobert. Im 19. Jh. wurde die Klappenmechanik etwas erweitert, seither hat das Instrument nur unbedeutende Veränderungen erfahren. Das Fagott wird vor allem in der Klassischen Musik verwendet, doch hat es auch in der modernen Unterhaltungs- und Filmmusik sowie im Symphonischen Blasorchester seinen festen Platz.

Neben dem normalen Fagott wird ab und zu das grössere Kontrafagott gespielt, welches eine Oktave tiefer klingt. Für den Unterricht gibt es kleinere Quint-Fagotte oder normal grosse mit Spielhilfen wie verlängerte Klappen und versetzte Tonlöcher. Um das Halten des Instrumentes zu erleichtern, kann es an der Sitzunterlage fixiert werden. Mit dem Bau weicher Mundstücke, die der Lehrer in der Regel selber anfertigt und anpasst, kann das Spiel erleichtert werden.

Der Ton des Fagottes ist nicht sehr kräftig und eher weich. Beim Üben auch in Mietwohnungen gibt es somit kaum Probleme.

Nach etwa 2 Jahren ist als Ergänzung zum Unterricht das Zusammenspiel in einer Gruppe, im Ensemble und Vorbereitungsspiel eines Musikvereins möglich und zu empfehlen.


Mindestalter  Je nach körperlicher Entwicklung ist der Beginn mit etwa 10 Jahren möglich, mit einem Quintfagott auch schon mit 8 Jahren.
   
Voraussetzungen  Das Instrument ist sehr leicht in der Ansprache und erfordert keine besondere Konstitution. Die Hände sollten nicht allzuklein sein. Zahnspangen können vorübergehend Probleme bereiten. Vorkenntnisse z.B. auf der Blockflöte sind von Vorteil aber keine Voraussetzung. Eine solide Musikalische Grundschulung ist auf jeden Fall zu empfehlen.
   
Tägliche Übezeit  Zu Beginn 15, später 30 bis 40 Minuten. Tägliches kurzes Üben ist effizienter als einmal in der Woche 2 Stunden an einem Stück. Begleitung des Unterrichts und des Übens durch die Eltern ist wünschenswert aber nicht Voraussetzung.

Instrumentenpreis  Gute Fagotte sind leider recht teuer. Für ein gutes Schülerinstrument muss mit Fr. 5000.– bis Fr. 6000.– gerechnet werden. Auf jeden Fall sollte der Lehrer beigezogen werden, besonders beim Kauf eines gebrauchten Instruments.

Mietpreis pro Monat  ca. Fr. 60.–; beim späteren Kauf wird die Miete ganz oder teilweise angerechnet. Eine Miete ist auf jeden Fall vorzuziehen.

Zubehör/Notenmaterial  Das Fagott braucht wenig Pflege und kaum Zubehör. Das Mundstück muss gelegentlich ersetzt werden. Zusammen mit Notenmaterial ca. Fr. 70.– pro Semester.



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