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Klarinette


Geschichtlicher Hintergrund

Die Klarinette wurde Ende 18. Jh. aus dem "Chalumeau" der Renaissance- und Barockzeit entwickelt.

Der Ton wird mit einem Mundstück mit einfachem Rohrblatt erzeugt, was vor allem in der tiefen Lage einen vollen, weichen Klang ergibt. Mit der von Johannes Denner ausgebauten Klappenmechanik wurde auch eine virtuose Technik möglich, so dass sich die Klarinette sehr bald einen festen Platz in allen Orchestern erobert hat. Ihre Spielweise machen sie zu einem beliebten Instrument in praktisch allen Musikstilrichtungen.

Klarinetten gibt es in verschiedenen Grössen, vom kleinen Piccolo-Instrument in As bis zur grossen Kontrabassklarinette. Das Standardinstrument, auch für den Anfang, ist die B-Klarinette. Von kleineren C-oder Es-Klarinetten ist abzuraten, da diese zwar leicht zu halten, aber ausserordentlich schwierig zu blasen sind. Mit der Wahl geeigneter Mundstücke und entsprechender Blätter kann das Spiel erleichtert werden. Hierzulande werden ausschliesslich Klarinetten mit dem Böhmsystem verwendet. Deutsche Instrumente mit dem sog. Oehlersystem werden in der Schweiz nicht unterrichtet.

Der Ton der Klarinette ist weich und nicht sehr laut (ausser in den hohen Lagen). Beim Üben in Mietwohnungen gibt es kaum Probleme.

Nach etwa 2 Jahren Unterricht ist als Ergänzung zum Unterricht das Zusammenspiel in einer Gruppe, Schülerband, im Ensemble oder Vorbereitungsspiel eines Musikvereins möglich und zu empfehlen. Bei
Interesse und Eignung ist nach kurzer Angewöhnungszeit auch das Spiel auf der Bassklarinette erlernbar. Andere Grössen sind auch möglich, werden aber wenig gebraucht.


Mindestalter  Je nach körperlicher Entwicklung ist der Beginn mit 8 bis 9 Jahren möglich.
   
Voraussetzungen  Eine normale Konstitution ist ausreichend. Zahnspangen stellen nach kurzer Gewöhnungszeit in der Regel kein grösseres Problem dar. Vorkenntnisse auf einem anderen Instrument sind von Vorteil, aber nicht Voraussetzung. Eine solide Musikalische Grundschulung ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen.
   
Tägliche Übezeit  Zu Beginn ca. 20, später 20 bis 40 Minuten. Tägliches kurzes Üben ist effizienter als einmal in der Woche 2 Stunden. Begleitung des Unterrichts und des Übens durch die Eltern ist wünschenswert aber nicht Voraussetzung.

Instrumentenpreis  Ab ca. Fr. 1200.– im Fachhandel. Beim Kauf, insbesondere von einem gebrauchten Instrument, sollte der Lehrer beigezogen werden.

Mietpreis pro Monat  ca. Fr. 40.–; beim späteren Kauf wird die Miete ganz oder teilweise angerechnet. Eine Miete ist für den Anfang vorzuziehen.

Zubehör/Notenmaterial  ca. Fr. 60.–/Semester. Das Instrument braucht wenig Pflege und kein Zubehör. Die Blätter sollten regelmässig erneuert werden. Noten.




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