Geschichtlicher Hintergrund
Die Geschichte der Blechblasinstrumente geht weit ins Altertum zurück.
Die Posaune ist ein tieferes Signalinstrument, welches im Mittelalter
zur Erweiterung der Naturtöne mit einer Zugvorrichtung ausgestattet
wurde. Mit den sieben Positionen lassen sich sämtliche Halbtöne
spielen. Wie bei der Trompete wird der Ton durch Schwingungen der
Lippen in einem trichterförmigen Mundstück erzeugt.
Die Posaune wurde wegen ihres weihevollen Klanges schon im Mittelalter
in der Kirchenmusik verwen-det, Mozart hat sie als Orchesterinstrument
geschätzt. Seit dem 19. Jh. hat sie einen festen Platz im Sin-
fonieorchester. Aber auch im Jazz, Pop, in Tanz- und Blaskapellen ist
sie nicht wegzudenken.
Posaunen gibt es in drei Grössen: Alt-, Tenor- und Bass-Posaune. Die
üblicherweise verwendete Tenorposaune ist aus leichtem, dünnen Blech
und stellt auf der linken Schulter gehalten vom Gewicht her kein
Problem dar. Für Kinder gibt es kleinere und leichtere Schülerposaunen
mit verschiedenen Spielhilfen. Noch kleinere Instrumente, sog.
Zugtrompeten, sind nicht zu empfehlen, da diese ausserordentlich
schwierig zu blasen sind. Die Posaune klingt sehr kräftig. Mit etwas
Rücksicht ist aber das Üben auch in Mietwohnungen gut möglich. Von
speziellen Übedämpfern (Silent-Brass) ist abzuraten.
Nach etwa 2 Jahren Unterricht ist als Ergänzung zum Unterricht das
Zusammenspiel in einer Gruppe, Schülerband, Ensemble oder
Vorbereitungsspiel eines Musikvereins möglich und zu empfehlen.
Bei Eignung und Interesse ist zu einem späteren Zeitpunkt das Spiel auf
der Bassposaune erlernbar. Auch Tenorhorn/Euphonium ist als
Zusatzinstrument möglich.
Mindestalter Je nach körperlicher Entwicklung ist der Beginn mit ca. 8 bis 9 Jahren möglich.
Voraussetzungen Eine normale
Konstitution ist aber ausreichend. Die zweiten Zähne sollten
ausgebildet sein. Zahnspangen stellen nach einer kurzen
Angewöhnungszeit kein grösseres Problem dar, da der Mundstückrand über-
oder unterhalb der Zähne aufliegt.
Tägliche Übezeit Am Anfang ca. 15
bis 20, später 30 bis 40 Minuten, möglichst täglich.
Tägliches kurzes Üben ist effizienter als einmal 2
Stunden in der Woche. Begleitung des Unterrichts und des Übens durch
die Eltern ist wünschenswert aber nicht Voraussetzung.
Instrumentenpreis Gute Posaunen
ab ca. Fr. 1500.– im Fachhandel. Beim Kauf, insbesondere von
einem gebrauchten Instrument, sollte der Lehrer beigezogen werden.
Mietpreis pro Monat ca. Fr. 40.–; beim späteren Kauf wird die Miete ganz oder teilweise angerechnet.
Zubehör/Notenmaterial Das Instrument braucht wenig Pflege und zu Beginn kein Zubehör, so dass nur Kosten für Notenmaterial entstehen.
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