Geschichtlicher Hintergrund
Flöten und Pfeifen wurden bereits im Altertum in allen möglichen
Ausführungen gespielt. Wahrscheinlich wurden schon in prähistorischer
Zeit auf Schilfrohren und hohlen Knochen Töne erzeugt. Aus der
Traversflöte der Barockzeit nur mit Grifflächern entwickelte Theobald
Böhm um 1820 die moderne Querflöte. Dem ursprünglich ganz aus Holz
gefertigten Instrument wurde zur klanglichen Verbesserung ein
Silberkopf aufgesetzt. Später wurde die ganze Flöte aus Silber gebaut.
Gleichwohl gehört sie immer noch zur Familie der Holzblasinstrumente.
Der helle Klang und die flinke Spieltechnik machen sie zu einem
beliebten Instrument, vor allem in der Klassischen aber auch in der
Unterhaltungs- und Blasmusik.
Das Standardinstrument ist die Flöte in C, manchmal ist auch die
grössere Alt-Querflöte in G zu hören. Seltener trifft man die Bassflöte
an. Im Orchester und in der Blasmusik ist die kleine Piccolo-Flöte sehr
beliebt. Für Kinder gibt es noch eine kleine Flöte in Es. Diese ist
zwar leichter zu halten aber klanglich und intonationsmässig
unbefriedigend. Eher bietet sich die normale Querflöte mit einem
gebogenen Kopfstück zur Erleichterung der Haltung an.
Der Ton der Flöte ist in der tiefen und mittleren Lage eher leise und
wird erst in der hohen Lage durchdringender. In der Regel stellt das
aber beim Üben auch in Mietwohnungen kein allzu grosses Problem dar.
Nach etwa 2 Jahren Unterricht ist ergänzend zum Unterricht das
Zusammenspiel in einer Gruppe, im Ensemble oder Vorbereitungsspiel
eines Musikvereins möglich und zu empfehlen.
Bei Eignung und Interesse ist zu einem späteren Zeitpunkt das Hinzulernen der Piccolo- oder allenfalls Alt-Querflöte möglich.
Mindestalter Ab ca. 9 bis 10 Jahren
(evtl. bei kleineren Kindern Instrument mit gebogenem Kopf)
Voraussetzungen Das Instrument
braucht ziemlich viel Luft, eine normale Konstitution mit gesunder
Atmung ist jedoch ausreichend. Ein vorbereitender Unterricht, z.B. mit
Blockflöte ist von Vorteil aber nicht unbedingt erforderlich. Eine
solide Musikalische Grundschulung ist sehr zu empfehlen.
Tägliche Übezeit Am Anfang ca.
20, später 30 bis 45 Minuten. Regelmässiges tägliches Üben ist
effizienter als einmal in der Woche 2 Stunden. Begleitung des
Unterrichts und des Übens durch die Eltern am Anfang ist wünschenswert
aber nicht Voraussetzung.
Instrumentenpreis Gute Flöten ab
ca. Fr. 1500.–. Beim Kauf, insbesondere von einem gebrauchten
Instrument, sollte der Lehrer beigezogen werden.
Mietpreis pro Monat ca. Fr. 40.–;
beim späteren Kauf wird die Miete ganz oder teilweise angerechnet. Für
den Anfang ist eine Miete vorzuziehen.
Zubehör/Notenmaterial Das Instrument braucht wenig Pflege und kein Zubehör, so dass nur Kosten für Notenmaterial entstehen.
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